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Pressebericht der Wertheimer Zeitung vom Di. 11.01.2011

Pünktlichkeit ist ganz wichtig
24 Stunden Alltag: Mit Norman R. Frank vom 1st Security Service Wertheim auf einer Wachrunde quer durch die Stadt

Wertheim:  Mit der Hand an der Waffe und in der anderen die große Lampe, deren Lichtkegel das Gelände vor dem Sicherheitsmann »bestreift«, geht es durch den Garten rund um ein Privathaus vorsichtig vorwärts. Ein Rütteln an der Kellertür, alle Fensterrahmen auf Beschädigungen ableuchten und nachsehen, ob die Garage zu ist. Alles in Ordnung. Der Auftraggeber befindet sich auf einer längeren Reise. Sein Eigentum wird bewacht.

  Zur Kontrolle, ob die Türen eines der bewachten Objekte tatsächlich verschlossen sind, wird auch kräftig daran gerüttelt.
Fotos: Rainer Raffel

Hintergrundinfos
»Mit James Bond, muskelbepackten Hünen und dem schnellen Griff zur Waffe hat mein Beruf nichts zu tun«, sagt Norman R. Frank (42). Ihm und seiner Tätigkeit sind die letzten beiden Stunden eines Tages in Wertheim gewidmet.
Pünktlichkeit ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um Sicherheit geht. So wird zur Eile angetrieben, als der Gast von der Zeitung in der Sicherheitsdienstzentrale in Bestenheid noch Fragen zum Werdegang des 1st Security Service Wertheim stellt. Zusammen mit Sohn Kevin (19) geht es im Geländewagen zur ersten Station. Eine Tankstelle schließt um 22 Uhr. Durch die Anwesenheit des Sicherheitsdienstes wird Menschen mit bösen Absichten signalisiert: »Hier geht nichts«. Der Mann drinnen kann in Ruhe seine Kasse machen. Und die Besucher, die das Gelände zum abendlichen Treffpunkt nutzen, verstehen das Signal und fahren davon.
Auf dem Weg zur ersten Schule am Abend erzählt Frank, wie es zum privaten Wach- und Sicherheitsdienst in Wertheim kam. Neben seiner Arbeit als kaufmännischer Angestellter war er schon immer an Sicherheit und Schutz interessiert. Schließlich war der Onkel Polizeibeamter, dessen Tochter und Sohn sind es jetzt auch. Frank ließ sich bei der amerikanischen Armee zum Wachmann ausbilden. Zu seinen Aufgaben gehörte dann die Sicherheit vieler militärischer Liegenschaften im Raum Würzburg/Schweinfurt.
Mehrmals und unregelmäßig
»Aus Schulen werden gerne die Computer gestohlen, oder es wird nach Bargeld gesucht«, sagt Frank. Deshalb kontrolliert er die Gebäude unregelmäßig, auch mehrmals in der Nacht. Häufig ist bei solchen Taten der Sachschaden höher als der Wert der Beute, weiß der Sicherheitsmann. Bei manchen Objekten gibt es Bewegungsmelder oder gar eine direkte Alarmierung des Sicherheitsdienstes, wenn ein Sensor anspricht. Dann ist rasches Handeln gefragt.
Egal, wo der Wachmann gerade ist, macht er sich ganz schnell auf den Weg zur betroffenen Schule. Dabei hält er sich peinlich genau an die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung. Der 42-Jährige hat nämlich keine Sonderrechte, er ist privat und nicht staatlich. Unterwegs gibt Frank seinen Einsatz an die Wertheimer Polizei weiter. Die würde einen eventuell vom Wachmann festgesetzten Verdächtigen dann übernehmen.
Aber das steht heute Abend nicht auf dem Programm. Auch die anderen Verbrauchermärkte sind »unauffällig«. Dazu weiß Frank eine Jahre zurückliegende Geschichte. Eine Lebensmittelmarktkette hatte in allen Filialen die Kühltheken erneuert. Durch einen Defekt entstand in einem Markt ein Feuer und das Gebäude brannte völlig aus. Nun wurde für alle Geschäfte Personal organisiert, das »Feuerwache« hielt. Auch Norman Frank hatte einen Auftrag und schlug sich Nacht für Nacht in einem bitterkalten Januar um die Ohren. Von der Filialleitung bekam er aber bald ein Elektrokabel nach draußen gelegt und ließ einen Heizlüfter im Auto laufen.
Anschließend werden auf dem Hof eines Autohauses alle Neu- und Gebrauchtwagen kontrolliert, denn Felgendiebstahl ist keine Seltenheit. Um Autos geht es auch an anderer Stelle in der letzten Stunde des Tages. Der Parkplatz eines großen Unternehmens wird abgefahren. Hier gab es in der Vergangenheit Sachbeschädigungen: Ein Lackkratzer war unterwegs.

  Raus aus dem Auto und um das Gebäude laufen:
Norman (rechts) und Kevin Frank kurz vor Mitternacht auf dem Gelände des Expocamps in Bettingen.

Geduld mit jungen Leuten
Ein großer Auftrag, so Frank, war die Bewachung des Geländes und des Materials eines Solarparks. Metall und Kabel kamen nicht abhanden. Auch die Jugendeinrichtungen auf dem Reinhardshof werden auf der Rundfahrt kontrolliert. Hier sind seine Mitarbeiter auch vor Ort, wenn eine Veranstaltung läuft.
»Als wir zum ersten Mal dort eingesetzt wurden, gab es viele Pöbeleien und Anfeindungen. Wir haben den jungen Leuten geduldig erklärt, warum wir hier sind und was wir machen. Bei allen anschließenden Konzerten gab es keine Probleme, im Gegenteil, wir Wachleute wurden begrüßt und freundlich behandelt,« freut sich Frank über die Entwicklung.

Verhältnismäßigkeit der Mittel
Eine 60-Stunden-Woche ist für den selbstständigen Sicherheitsfachmann mit etlichen Diplomen keine Seltenheit. Mit Ausnahme der Waffe, einer Glock 19, ist Sohn Kevin auf der Streife identisch »sicher« ausgerüstet. Der hat übrigens bereits die Prüfung zur Sicherheitsfachkraft bestanden. Wenn es die Zeit neben seiner Ausbildung zum Kaufmann zulässt, unterstützt er den Vater in dessen Unternehmen.
Bei allen Aufgaben geht es um die Verhältnismäßigkeit der Mittel, sagt Frank. Die Waffe dient zur Abschreckung und Selbstverteidigung. Wird dieser Eigenschutz zur Schau gestellt, kann die Waffe aber auch provozieren. Das Holster wird dann lieber unter der Jacke versteckt, ebenso der Schlagstock und das Pfefferspray. »Man muss kein Muskelmann sein, aber körperlich fit«, sagt Frank nach zwei Stunden Streifendienst. In dieser Nacht war alles ruhig, als wollten die bösen Buben Wertheims nicht in die Zeitung ...
Rainer Raffel

 
Die Handfeuerwaffe Glock 19 aus amerikanischer Produktion (sollte österreichischer Produktion heißen!) hat im Bewachungsgewerbe und bei Personenschützern einen guten Ruf. Norman Frank dienst die Pistole zweifach:
Zum einen als Mittel zur Einschüchterung eines Verdächtigen, Zum anderen zum Schutz seiner eigenen Person.

Hintergrund: 1st SSW
Den 1st Security Service Wertheim (1st SSW) hat Norman R. Frank 1995 gegründet. Das Unternehmen unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen des Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (www.bdsw.de ).
Durch die Kooperation mit Sicherheitsfirmen, zum Beispiel in Frankfurt, wird Norman Frank auch dort im Personen- und Objektschutz eingesetzt. Zu den Angeboten könnten auch Wachgänge mit einem Schutzhund gehören, da der Wertheimer die Diensthundeführerprüfung abgelegt hat. Die Zahl der Mitarbeiter in Festanstellung oder als Aushilfe schwankt je nach Auftragslage zwischen einem und zehn.


Dies war die letzte Folge unserer Serie. Alle Teil der Serie finden Sie im Internet unter www.main-netz.de.


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